Donnerstag, 22. August 2013

Funrun 

Letztes Wochenende haben alle Austauschschüler und Freiwillige von AFS General Santos an einem Fundrun teilgenommen. Dabei kam die Startgebühr von 250 Pesos (ca. 4.50 Euro) einem guten Zweck zugute. Das Motto war "Run For Justice". Man konnte sich zwischen 3 km, 5 km und 10 km Laufdistanz entscheiden. Der Lauf hat um 5.30 am Samstag Morgen begonnen. Da sein mussten wir allerdings schon um 4.30, da der Veranstalter noch ein gemeinsames Aufwärmprogramm angeboten hat. Aber im Nachhinein war es gut, dass wir so früh aufgestanden sind, da es zur Mittags/Nachmittagszeit einfach viel zu heiß zum laufen ist. Peer und ich haben uns für die 5 Kilometer entschieden und da wir vorher ein wenig trainiert hatten sind wir ganz optimistisch an den Lauf heran gegangen. Doch schnell wurde uns klar, dass wir keine Chance auf die ersten drei Plätze hatten. Die ersten 5 Läufer waren so unglaublich schnell und der Erste erreichte dann auch eine Zeit von 18:15 Minuten. Ich kam als 6ter mit einer Zeit von knapp unter 20 Minuten ins Ziel. 

Eid´l Fitr 

Im Süden der Philippinen ist ein hoher Anteil der Bevölkerung muslimisch. Und so wurde auch in General Santos das Ende des Ramadans (Eid´l Fitr) gefeiert. Wir Freiwilligen haben im Namen von AFS, an der MSU High School kleine Essensportionen und kleine Karten mit Glückwünschen verteilt. Zuvor hatten alle Muslime ca. eine Stunde lang auf dem Schulhof gebetet. Das war für mich eine wirklich beeindruckende Erfahrung, weil ich in Deutschland noch nie so richtig mit der muslimischen Gemeinde in Kontakt gekommen bin. Nach dem Gebet haben dann die Männer und Frauen ihr Essen getrennt entgegengenommen. Alle Freiwilligen haben lange Sachen getragen, die Frauen mussten zusätzlich noch einen Schleier und die Männer einen kleinen Hut tragen. Als wir fertig mit dem Austeilen des Essens und der kleinen Karten waren, wurden wir von einem lokalen Fernsehsender interviewt und wir sollten unsere Eindrücke schildern.

Mittwoch, 14. August 2013

Die ersten zwei Wochen im Projekt 

Public Market

Nach zwei Wochen unterrichten, spielen und tanzen haben sich die Kinder an uns Freiwilligen gewöhnt. Insgesamt sind wir vier Freiwillige im Projekt, Maria, Nambra, Peer und Ich. Da wir ja noch kein Tagalog sprechen und die Kinder kaum Englisch verstehen, gab es am Anfang viele Kommunikationsschwierigkeiten. Doch mit der Zeit können wir uns mit Zeichensprache, Gestik und Mimik ganz gut verständigen. Die ersten Tage im Projekt haben wir viel gespielt, damit wir uns alle gegenseitig kennenlernen. In der zweiten Woche haben wir dann mit ein paar grundlegenden englischen Begriffen angefangen. Im Gegenzug haben uns die Kinder ein paar Wörter auf Tagalog beigebracht. So weiß ich zum Beispiel, dass Olo Kopf und Mata Augen heißt. Außerdem haben wir versucht einfache mathematische Aufgaben zu erklären oder den Kindern das Zählen von 1-20 beigebracht. Da die Kinder alle unterschiedlich alt sind (von 4-12 Jahren) und dementsprechend auch unterschiedlich viel Wissen haben, teilen wir die Gruppe immer auf uns Freiwillige auf. So hat dann jeder Freiwillige so ca. 5 Kinder mit denen man dann intensiver arbeiten kann. Für die Kinder ist es manchmal schwierig sich zu konzentrieren, weil sie es einfach nicht gewöhnt sind, da sie nicht in eine Schule gehen. Deswegen spielen wir viele Spiele, damit sie sich austoben können. Für den "Unterricht" haben wir ein paar Bücher, Hefte und Stifte, die wir benutzen können. Wir versuchen gerade über AFS und eine öffentlichen Behörde Geld für Stühle, Schulbücher und einen CD-Player zukommen. Außerdem haben wir nach einem Airconditioner gefragt, da es in dem Raum, der unter dem Dach des Public Market liegt, immer um die 35-40 Grad sind. Da ist man nach 3 Stunden komplett durchgeschwitzt. Aber trotzdem macht es uns Freiwilligen eigentlich fast immer viel Spaß, außer wenn die Kinder überhaupt nicht auf uns hören. Am meisten freut man sich, wenn die Kinder das Gelernte am nächsten Tag oder in der nächste Woche immer noch wissen.

Maria, Peer und Ich mit den Kindern


Peer und dich versuchen den Kindern die Farben auf Englisch beizubringen

Fußballtrainer 

Nach ungefähr 6 Trainingseinheiten haben wir die Highschoolschüler besser kennengelernt. Beim ersten Training haben Joni, ein anderer deutscher Freiwilliger, und ich erstmal ein Spiel auf zwei Tore gemacht, damit wir sehen wie hoch das Niveau ist. Ich war überrascht wie gut Einige spielen konnten, doch was den Jungs fehlt ist fußballerisches Verständnis. Um genau zu sein: Alle sind den Ball hinterher gerannt. Deswegen haben wir in den folgenden Trainingseinheiten versucht ihnen ein bisschen Spielverständnis zu vermitteln, durch verschieden Übungen. Das ist gar nicht so einfach, aber nach 2 Wochen klappt es jetzt schon ganz gut. Was echt cool ist, ist dass die Schüler wirklich lernwillig sind und sofort versuchen es besser zu machen, deswegen macht es uns Freiwilligen auch super viel Spaß. Das einzige Problem ist, dass wir zu wenig Material haben (Bälle,Leibchen, Hütchen). Wir trainieren immer nur mit 2 Bällen, bei einer Anzahl von 25 Schülern, dass macht es manchmal echt schwer... Aber wir haben mit der Schule und mit AFS gesprochen und wahrscheinlich kriegen wir jetzt etwas Geld für neue Materialien.

Der Fußballplatz, auf dem wir trainieren. 






Sonntag, 4. August 2013

Karaoke 

Filipinos lieben Karaoke. Auf jeder Party wird gesungen, so war es dann auch gestern Abend bei unser AFS Party. Lange hatte ich mich davor gedrückt, aber gestern musste ich nach mehreren Aufforderungen dann doch ans Mikrofon. Peer, auch ein Deutscher Freiwilliger und ich haben dann Angels von Robbie Williams und Summer of 69 von Bryan Adams vor ca 50 Leuten performt. Hier sind zwei Videos, die unser Gesangstalent eindeutig beweisen!

Summer of 69 


Angels

Davao 

Meine Gastfamilie und ich sind über das Wochenende nach Davao gefahren. Die flächenmäßig größte philippinische Stadt. Davao ist mit dem Auto 3 Stunden von Gensan entfernt und liegt direkt am Meer. Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben sind wir sofort mit einem Boot auf eine kleine Insel gefahren. Die Insel heißt Paradise Insel und sie hat ihren Namen auch wirklich verdient. Die Strände sind unglaublich: glasklares Wasser und weißer Sand-Strand, so wie auf den ganzen Postkarten. Dazu ein Frisch gepressten Mangosaft und das Paradies war perfekt. Am Tag darauf haben wir eine Art Stadtrundfahrt gemacht. Die Stadt wirkt auf mich sehr amerikanisch: Viele Leute fahren große Trucks und es gibt viele große Malls (Einkaufcenter). Davao ist eine sehr belebte Stadt, hier gibt es viele gute Schulen und Universitäten, die "reicheren" Familien schicken hier ihre Kinder hin. Außerdem ist Davao ein "No-Smoking" Stadt, dass heißt wer nicht an ausgewiesenen Plätzen raucht, muss 500 Pesos (ca. 9 Euro) bezahlen. Aber auch hier gibt es Armut, viele Leute betteln oder versuchen Snacks zu verkaufen. Es ist ein bisschen komisch, auf der einen Seite hat man dieses "Paradies" und auf der Anderen diese vielen armen Leute... Aber alles im allem war es ein sehr schöner Trip der sehr viel Spaß gemacht hat.

Davao
Das Boot mit dem  man zur Paradise Insel kommt 
Ich kuschel mit der Kokosnuss
Glasklares Wasser 


Samstag, 27. Juli 2013

Ankunft in Gensan 

Ich war schon etwas aufgeregt als wir im Flugzeug nach Gensan saßen, da wir nun von der großen Gruppe im Arrival Camp getrennt wurden, insgesamt waren wir nur noch 6 Freiwillige und 6 Austauschschüler. Doch als wir am Flughafen von Gensan ankamen haben uns ca. 100 High School Schüler empfangen. Alle wollten ein Foto machen oder mit uns reden. Nach diesen stürmischem Empfang ging es dann mit dem Bus weiter zur MSU High School, wo ungefähr 700 Schüler auf uns warteten. Als wir aus dem Bus ausgestiegen sind habe alle gekreischt und geschrieen, man hat sich gefühlt wie ein Rockstar. Das war ein schönes, aber auch ein komisches Gefühl. Die High School hatte für uns ein "Willkommens Programm" vorbereitet, indem 1 Stunde lang getanzt und gesungen wurde. Man muss dazu sagen, dass wir auf der eigentlichen Bühne saßen, damit uns jeder gut sehen konnte. Die Tänze wurden vor der Bühne aufgeführt. Außerdem mussten wir uns nach ungefähr einer halben Stunde der Schule vorstellen. Für die Schüler war das das Highlight des Events... Nachdem der letzte Auftritt vorbei war, haben mich meine Gastmama und meine Gastschwester abgeholt und wir sind Halo Halo essen gefahren. Das ist eine Art Eis mit ganz vielen verschiedenen Früchten. Schmeckt richtig gut! Ich weiß nicht ob man überall in den Philippinen so empfangen wird, aber ich finde es sagt schon etwas über die Offenheit und Gastfreundschaft der Filipinos aus. Auf jeden Fall hat der Empfang mir jede Angst genommen :D 

"Willkommens Programm" 

Halo Halo- Ich frage mich gerade was das für eine Frucht ist

  

Donnerstag, 25. Juli 2013

Meine  Gastfamilie

Jetzt bin ich endlich bei meiner Gastfamilie angekommen. Meine große Schwester Pie (21) hat mich vom Flughafen abgeholt, sie ist richtig cool und spricht perfekt Englisch wie fast alle Filipinos. Sie hat mir in den ersten zwei Tagen richtig geholfen, mit organisatorischen Sachen und ich kann sie immer fragen wenn ich etwas nicht verstehe oder wenn ich mir unsicher bin. Wie zum Beispiel beim Manu Po. Das ist eine Gruß den man bei Respektpersonen (Eltern, Großeltern, Vorgesetzte) macht: Mann nimmt die Hand der jeweiligen Person und hält sie sich an die Stirn, damit gibt die Person dir ihren Segen. Das Manu Po wird nicht in jeder Familie gemacht, da es sehr traditionell ist, deswegen habe ich Pie gefragt wie es bei uns gemacht wird. Pie macht nicht das Manu Po, sie gibt Mom und Dad einen Kuss auf die Wange, aber ich mache das Manu Po. 
Dann hab ich noch einen einen kleinen Bruder Dwayne, er ist 6 und wird bald 7, er ist sehr schüchtern, aber ich hab mit ihm schon Fußball und Basketball gespielt. Meine Mom Cecilia ist 51 und richtig nett, sie will mir alles zeigen und macht alles damit ich mich wohlfühle. Morgen fahren wir mit der ganzen Familie zu einem Strand, sie hat das organisiert. Mein Dad heißt Reynaldo (52) und ist auch ehr ein bisschen schüchtern, aber gestern Abend haben wir zusammen mit seinem Bruder und noch ein paar Freunden ein bisschen Red Horse Beer getrunken, da haben wir uns alle sehr gut unterhalten. Achja und ich hab noch eine große Schwester und noch einen großen Bruder, aber er studiert in Manila und sie studiert in New York. Ich werde sie beide an Weihnachten kennen lernen. Nachdem ich in Gensan angekommen bin sind wir erstmal essen gegangen, dort haben alle nur mit den Händen gegessen. Es wurde viel gelacht, weil ich nicht genau wusste wie man mit Händen ist :D 



Meine Gastschwester, mein Gastbruder und Ich 





Montag, 22. Juli 2013

Manila

Heute ging es dann nach Manila. Wir waren im Historischen Teil der Stadt, dort haben wir uns dann viele alte Gebäude angeguckt hauptsächlich Kirchen, die zum Großteil in der Kolonialzeit unter spanischer Herrschaft (1565 bis 1762) entstanden. Der Kontrast zwischen dem Leben im unserem luxuriösem Hotel und das Leben auf der Straße war groß. Mir war klar gewesen, dass wir mit Armut konfrontiert werden, aber das Ganze dann wirklich zu erleben war für mich persönlich etwas schockierend. Es gab viele Straßenkinder, die Häuser sahen etwas heruntergekommen aus und es stank sehr doll. Natürlich ist es in Manila nicht überall so, ich hatte den Eindruck, dass das von Straße zu Straße unterschiedlich ist. Da wir als große Gruppe, die alle Fotoapparate in den Händen hielten, natürlich sofort als Touristen identifiziert wurden, haben uns den gesamten Rundgang Filipinos aufgefordert etwas zu kaufen (z.B. Sonnenhüte, Ketten, Sonnenbrillen usw.) oder kleine Kinder rannten uns hinterher und wollten etwas Geld von uns haben. Manila ist eine sehr belebte statt, selbst an einem Sonntag, fast in jeder Straße sind sehr viele Leute. Ich mag das wenn viel los ist auf den Straßen. Nach ungefähr 2 Stunden durch die Stadt laufen waren wir alle so k.o. und durch geschwitzt, dass unsere Teamer entschieden zurück ins klimatisierte Hotel zu gehen.


Hier sind noch ein paar Fotos, die ich unterwegs gemacht habe:

Ein Polizist. Das Gewehr ist kein Anzeichen dafür das
die Kriminalität hier besonders hoch ist, sondern repräsentiert in gewisser Weise
seinen Rang.  


 Jeepny`s, die öffentlichen Busse auf den Philippinen


Die gesamte AFS Gruppe


Stromkabel, die in vielen Straßen an Laternenpfähle angebracht sind